Chile


Eingebettet zwischen den Andenkordilleren und dem Pazifischen Ozean überrascht Chile mit einem beeindruckenden Facettenreichtum an Landschaften und Klimazonen. Das Land an der Südwestküste des amerikanischen Kontinents zählt mit einer Ausdehnung von rund 4.300 km von der nördlichen Grenze bis an das südliche „Ende der Welt“ zu den längsten der Erde. Und tatsächlich könnte der Kontrast größer nicht sein. Während Patagonien durch seine atemberaubenden Gletscherlandschaften überzeugt, verblüfft die trockene Atacama-Wüste mit bronzefarbener Schönheit und unendlicher Weite.


Santiago & Umgebung

Santiago & Umgebung
Eingebettet zwischen dem Pazifischen Ozean und den Andenkordilleren liegt Santiago de Chile. Die pulsierende Metropole bietet nicht nur eine beeindruckende Architektur der Kolonialzeit, sondern mit zahlreichen Ausstellungen, Restaurants und Pubs auch ein modernes Ambiente.

Im Hintergrund der Hauptstadt thronen die Gipfel der Anden, die saisonal gute Wintersportbedingungen bieten, um die Wette. Und unweit von Santiago liegt die Weinregion, wo Weinliebhaber auf den verschiedenen Weingütern auf ihre Kosten kommen. An der Küste fasziniert die maritime Hafenstadt Valparaiso als Weltkulturerbe mit engen Gassen, bunten Häusern und steilen Hängen.

Klima in Santiago de Chile
J F M A M J J A S O N D
Tagestemperatur (°C) 29 29 27 23 18 14 15 17 19 22 26 28
Nachttemperatur (°C) 12 11 9 7 5 3 3 4 6 7 9 11
Sonnenstunden/Tag 11 9 8 6 4 3 3 4 5 6 9 10
Regentage/Monat 0 0 1 1 5 6 8 5 3 3 1 0
Reisezeit
Beste
Gute
Moderate
Keine

Patagonien

Santiago & Umgebung
Das südliche „Ende der Welt“ gehört zu den schönsten Regionen in Chile und bildet zu den trockenen Wüsten des Nordens einen eindrucksvollen Kontrast.

Massive Eisfelder mit gewaltigen Gletschern und weite Steppen, deren ständiger Begleiter der raue Wind ist, bilden die Kulisse für eine der menschenleersten Regionen Amerikas. Unbestreitbares Aushängeschild der Region ist der Torres del Paine Nationalpark. Mit seinen Lagunen, Gletschern und den drei nadelförmigen Granitbergen, nach denen der Nationalpark benannt worden ist, ist er ein Paradies für Wanderer. Für Expeditions-Kreuzfahrten sind die beschaulichen Orte Punta Arenas und Puerto Natales der Ausgangspunkt, von denen aus Sie die Gletscherwelt der malerischen Fjordlandschaft Patagoniens oder auch das berühmte Kap Hoorn entdecken können.

Klima in Punta Arenas
J F M A M J J A S O N D
Tagestemperatur (°C) 15 14 13 9 6 4 3 4 7 10 12 14
Nachttemperatur (°C) 7 7 6 4 2 1 1 1 2 3 4 6
Sonnenstunden/Tag 8 6 6 5 3 3 3 4 5 7 7 8
Regentage/Monat 6 5 7 9 6 8 6 5 5 5 5 6
Reisezeit
Beste
Gute
Moderate
Keine

Carretera Austral

Santiago & Umgebung
Patagonien ist aber auch Anlaufstelle für Abenteurer, bietet es mit der Carretera Austral auf einer Länge von 1.350 km von Villa O’Higgins nach Puerto Montt, eine der letzten Abenteuerstraßen der Welt, die durch unberührte Landschaften führt.

Die teils schwierigen Straßenverhältnisse setzen nicht nur das richtige Fahrzeug, sondern auch ein gewisses fahrerisches Können voraus. Belohnt wird man mit einer überwältigenden Natur - Gletscher, Fjorde, Seen und Regenwälder sind ständige Begleiter - ebenso wie eine faszinierende Stille und Abgeschiedenheit. Kleine, abgelegene Ortschaften wie Caleta Tortel und Naturschutzgebiete wie der Queulat Nationalpark oder der Pumalín-Park laden zum Verweilen und Wandern ein und am Lago General Carrera lohnt sich ein Ausflug zu den bekannten Marmorhöhlen.


Seenregion

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Schneebedeckte Vulkane, uralte Araukarienwälder, Entspannung bietende Thermalquellen und wunderschöne Seen prägen das Bild der Seenregion, die streckenweise an die Schweiz erinnert und ein Paradies für aktive Besucher ist.

Der nördliche Abschnitt wird vielfach auch als das „Land der Mapuche“ bezeichnet, da die alte Kultur des indigenen Volkes hier noch lebendig ist. Die wichtigsten Startpunkte zur Erkundung des Seengebietes sind Pucón am Lago Villarrica im Norden und Puerto Varas am Lago Llanquihue im Süden. Puerto Varas wurde 1854 von deutschen Siedlern gegründet und bis heute ist die deutsche Sprache noch weit verbreitet. Südlich der Seenregion erstreckt sich mit Chiloé die zweitgrößte Insel Chiles, die mit ihren Mythen und Legenden sowie den charakteristischen Pfahlbauten und Holzkirchen zum Weltkulturerbe gehört.

Klima in Puerto Montt
J F M A M J J A S O N D
Tagestemperatur (°C) 19 18 17 15 12 13 10 11 11 14 15 17
Nachttemperatur (°C) 11 11 11 9 7 5 5 6 6 8 9 12
Sonnenstunden/Tag 7 7 5 4 2 2 2 3 4 5 6 6
Regentage/Monat 10 9 13 14 20 20 19 19 17 14 13 12
Reisezeit
Beste
Gute
Moderate
Keine

Atacamawüste & Altiplano

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Bizarre Wüstenlandschaften, schneebedeckte Vulkane, endlose Salzseen und türkisfarbene Lagunen charakterisieren den Norden Chiles. Die Schönheit des Altiplano mit seinen einsamen Hochlanddörfern offenbart sich an der Grenze zu Peru und Bolivien.

Hier präsentiert sich der Lauca Nationalpark mit einer vielfältigen Tierwelt wie den Guanakos und Flamingos vor der eindrucksvollen Kulisse des Parinacota. Die Atacamawüste hingegen gilt als die trockenste Wüste der Welt, geizt aber ebenso wenig mit landschaftlichen Höhepunkten. Lohnenswert sind Ausflüge von der kleinen Oasenstadt San Pedro de Atacama vor allem zu den Geysiren von Tatio, dem Salar de Atacama und dem Valle de la Luna, das bei Sonnenuntergang ein atemberaubendes Farbenspiel verspricht.

Klima in San Pedro de Atacama
J F M A M J J A S O N D
Tagestemperatur (°C) 23 23 22 20 18 17 16 17 17 18 20 22
Nachttemperatur (°C) 18 18 16 14 13 12 12 12 13 14 15 17
Sonnenstunden/Tag 10 10 9 8 7 6 7 7 8 8 9 10
Regentage/Monat 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Reisezeit
Beste
Gute

Osterinsel

Santiago & Umgebung
Rapa Nui, der „Nabel der Welt“ liegt ca. 3.700 km vom amerikanischen Festland mitten im Südostpazifik und gehört politisch zwar zu Chile, ist geografisch jedoch eher Polynesien zuzuordnen.

Berühmt ist die an einem Ostersonntag entdeckte Insel wegen ihrer über 800 monumentalen Steinskulpturen, den sogenannten Moais, bei denen die Wissenschaft immer noch keine Einigkeit erzielt hat, wann und zu welchem Zweck die Figuren errichtet worden sind. Empfehlenswert ist ein Aufenthalt von mindestens 3 Tagen, um die rund 4.000 Einwohner zählende Insel in Ruhe zu erkunden, die heute wegen ihrer reichhaltigen Kulturstätten zum Welterbe der Menschheit gehört.


Wissenswertes


Flugzeit ab Europa: Ca. 16 - 17 Stunden
Einreise: Keine Visumspflicht für Deutsche und Österreicher bis 90 Tage Aufenthalt. Reisepass mit einer Gültigkeit von 6 Monaten über das Einreisedatum hinaus; gültiges Ticket zur Rück- bzw. Weiterreise; eine Einreisekarte ist auszufüllen und bei Ausreise wieder vorzulegen
Größe: 755.696 m² (nur Festland)
Einwohnerzahl: Ca. 17 Millionen
Amtssprache: Spanisch
Hauptstadt: Santiago de Chile
Religionen: Ca. 85 % Christen, Rest überwiegend Agnostizisten und Anhänger des indianischen Schamanismus
Zeitverschiebung: Europäische Sommerzeit: MEZ -4
Europäische Winterzeit: MEZ -5
Zahlungsmöglichkeiten: Kreditkartenzahlung in den großen Städten und touristischen Zentren meistens möglich. Geldabhebung mit Kreditkarte oder EC-Maestro Karte in allen größeren Städten gegen Gebühr möglich.Tankstellen akzeptieren oft nur Bargeld
Trinkgeld: Üblicherweise bis zu 10% der Rechnungssumme
Impfungen/Gesundheit: Keine Impfungen für die Einreise nach Chile vorgeschrieben. Für den Besuch der Osterinseln ist die Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben, wenn man aus einem Gelbfiebergebiet einreist. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt auch Hepatitis B empfohlen.
Stromspannung: 220 Volt, Steckdosenadapter teilweise erforderlich
Verkehr: Rechtsverkehr. Gute Straßennetzinfrastruktur, einfache Straßen. Deutscher Führerschein reicht aus, spanische Übersetzung oder internationaler Führerschein werden empfohlen